Brandenburgs geplante Einschränkung der Informationsfreiheit bei der Polizei
netzpolitik.org
- Der brandenburgische Innenminister Jan Redmann plant, Informationsfreiheitsanfragen an die Polizei einzuschränken.
- Kritiker sehen darin einen Angriff auf demokratische Transparenz und verfassungsrechtlich verankerte Auskunftsrechte.
- Aktuell können Anfragen zu sensiblen Themen bereits abgelehnt werden, wobei eine Begründungspflicht besteht.
Hintergrund
- Das Recht auf Akteneinsicht und Informationszugang ist in der brandenburgischen Landesverfassung verankert.
- Das Innenministerium hatte im August 2026 noch betont, dass die Landesverfassung Änderungen enge Grenzen setzt.
- Zuvor stand bereits die Einschränkung der Auskunftspflicht über kritische Infrastrukturen zur Debatte.
Kritik und Folgen
- Die Reduzierung von Transparenz aus reiner Bequemlichkeit der Verwaltung wird als demokratiefeindlich abgelehnt.
- Eine Gesetzesänderung dieser Art könnte verfassungsrechtliche Probleme aufwerfen und zu Klagen führen.
- Bisher wurde noch kein konkreter Gesetzentwurf vorgelegt, was Raum für die Hoffnung auf ein Einlenken der Landesregierung lässt.