분쟁Der Einsatz von KI-Zielsystemen in Gaza und seine völkerrechtlichen Konsequenzen
Das KI-System „Lavender“ identifiziert potenzielle militärische Ziele in Gaza und dem Libanon auf Basis von statistischen Verhaltensmustern. Experten kritisieren, dass das System systematisch gegen das Völkerrecht verstößt, da es zivile Opfer in Kauf nimmt und die menschliche Kontrolle minimiert. Die technische Infrastruktur für diese „Kill-Chain“ wird durch internationale Konzerne wie Google und Amazon (Projekt Nimbus) sowie Palantir bereitgestellt. Funktionsweise der KI-Zielsysteme Lavender weist jedem Bewohner Gazas einen Risikowert (1–100) zu, um eine Zugehörigkeit zu militanten Gruppen zu berechnen. Die Datengrundlage umfasst Mobiltelefondaten, Überwachungsvideos, Geodaten und soziale Strukturen. Ein weiteres System, „The Gospel“, klassifiziert Gebäude und Strukturen für Angriffspläne. Die IDF identifizierte zeitweise bis zu 1.000 Ziele pro Tag, wobei die Schwelle für Angriffe je nach verfügbarer Munition angepasst wurde. Rechtliche und ethische Implikationen Völkerrechtliche Grundsätze wie Unterscheidung, Vorsorge und Verhältnismäßigkeit werden laut Experten durch das Systemdesign systematisch verletzt. Das System „Where’s daddy?“ zielt darauf ab, Personen nachts in ihren Familienunterkünften anzugreifen, was hohe zivile Opferzahlen provoziert. Der „Automation Bias“ führt dazu, dass menschliche Aufseher Zielvorgaben oft nur noch formal bestätigen (oft innerhalb von 20 Sekunden), ohne diese kritisch zu hinterfragen. Forderungen und Konsequenzen Experten fordern eine sofortige Stilllegung der Systeme, mehr Transparenz und ein Exportverbot für solche Zielerfassungstechnologien. Der Einsatz dieser Systeme wird als potenzieller Bestandteil internationaler Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen und Völkermord (z.B. durch den Internationalen Strafgerichtshof) diskutiert.
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