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Bundestag verabschiedet Gesetz für digitale Identitäts-Brieftasche

netzpolitik.org

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  • Der Bundestag hat das Digitale Identitätengesetz verabschiedet, welches den Start der „d-you“-Wallet für den 2. Januar 2027 rechtlich ermöglicht.
  • Die Wallet startet zunächst mit einer Ausweisfunktion; biometrische Daten und weitere Funktionen sollen erst später folgen.
  • Nutzer erhalten eine Opt-out-Möglichkeit für ihr biometrisches Passbild, jedoch fehlt weiterhin ein umfassender Schutz vor Diskriminierung.

Kritik an Datenschutz und Funktionalität

  • Experten bemängeln das Fehlen von Pseudonymisierungsfunktionen zum Start, die laut eIDAS-Verordnung vorgesehen sind.
  • Die Implementierung von Pseudonymen ist bisher nur als unverbindlicher Entschließungsantrag ohne festes Zeitdatum enthalten.
  • Kritiker warnen vor einem „Cookie-Banner-Effekt“, da Nutzer bei Datenabfragen durch Unternehmen zu leichtfertig sensible Daten preisgeben könnten.

Aufsicht und Experimentierklausel

  • Das Gesetz enthält keine verbindliche Vorabprüfung für Diensteanbieter, sondern setzt auf die Eigenverantwortung der Unternehmen zur Datenminimierung.
  • Eine „Experimentierklausel“ gibt dem Bundesdigitalministerium weitreichende Befugnisse, neue Verfahren eigenständig zu testen, ohne dass das Parlament das letzte Wort behält.
  • Die praktische Bewährungsprobe für die Infrastruktur beginnt mit dem Startschuss Anfang 2027, wobei die Vorbereitung von Ländern und Kommunen weiterhin als unzureichend gilt.

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