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Unterschiedliche Umsetzung politischer Werbetransparenz in Deutschland

netzpolitik.org

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  • Seit Oktober 2025 gilt die EU-Verordnung über die Transparenz und das Targeting politischer Werbung (TTPW), die nun auch analoge Wahlwerbung wie Plakate und Flyer umfasst.
  • Die Umsetzung durch Parteien ist lückenhaft und uneinheitlich; viele Informationen sind schwer auffindbar oder erfordern eine aktive Suche.
  • Deutschland hat noch kein nationales Gesetz zur Umsetzung verabschiedet, was zu Unklarheiten bei der aufsichtsrechtlichen Zuständigkeit führt.

Umsetzung in der Praxis

  • Parteien nutzen zunehmend QR-Codes auf Plakaten, um auf Online-Transparenzportale zu verlinken, doch deren Auffindbarkeit variiert stark.
  • Die Detailtiefe der bereitgestellten Daten schwankt erheblich: Während manche Parteien wie die SPD einzelne Werbemittel detailliert aufschlüsseln, bieten andere lediglich grobe Gesamtsummen.
  • Stichproben von netzpolitik.org deckten unvollständige oder fehlende Angaben auf, die nach Presseanfragen teilweise korrigiert wurden.
  • Die AfD verzichtet auf zentrale Übersichtsseiten zur Wahl; die vorliegenden Informationen zu Werbekosten waren bei einer ersten Überprüfung teils fehlerhaft oder lückenhaft.

Fehlende Standards und Regulierung

  • Das geplante Politische-Werbung-Transparenz-Gesetz (PWTG) fehlt, weshalb derzeit keine klare nationale Aufsichtsbehörde die Einhaltung der EU-Vorgaben systematisch kontrolliert.
  • Experten wie der Wahlbeobachter Martin Fuchs fordern verbindliche Standards und die Bereitstellung der Daten auf einer zentralen, maschinenlesbaren Plattform, um die Vergleichbarkeit und Transparenz für Bürger und Medien zu gewährleisten.

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