Aktivistengruppe ändert Namen nach Anfeindungen durch die extreme Rechte
El Salto
- Der aus Pamplona stammende Aktivistenkollektiv "Derecho a Techo" hat sich dazu entschieden, seinen bisherigen Namen "Negu Gorriak" abzulegen.
- Die Entscheidung fiel auf Bitten der ehemaligen Mitglieder der gleichnamigen Musikgruppe, nachdem extreme Rechte und Teile der Medien den Namen instrumentalisiert hatten.
- Trotz massiver Einschüchterungsversuche setzt das Kollektiv seine humanitäre Arbeit in Ceuta und sein Engagement gegen Obdachlosigkeit fort.
Hintergrund und Vorwürfe
- Das Kollektiv wurde in den Medien und von rechtsextremen Gruppierungen fälschlicherweise der Nähe zu ETA bezichtigt.
- Durch diese Desinformationskampagne wurden Mitglieder des Kollektivs Ziel von Todesdrohungen und öffentlicher Anfeindung.
- Die Gruppe stellt klar, dass ihre Namenswahl keinen inhaltlichen Bezug zur Band hatte, sondern als "harte Winter" aus dem Baskischen übersetzt wurde.
Solidaritätsbrigade in Ceuta
- Die Hilfsbrigade unterstützt Migranten in Ceuta, die dort unter schwierigen Bedingungen festsitzen.
- Das Kollektiv dokumentiert Menschenrechtsverletzungen, etwa die systematische Zerstörung von Mobiltelefonen durch Sicherheitskräfte, um Asylanträge zu verhindern.
- Trotz eines gewaltsamen Angriffs auf ein Fahrzeug, bei dem Unbeteiligte mit der Brigade verwechselt wurden, hält die Gruppe an ihrem Plan fest, eine zweite Hilfsexpedition durchzuführen.
Ziele und Arbeit
- Das Ziel ist der Schutz von Flüchtlingen und die logistische Unterstützung vor Ort.
- In Pamplona arbeitet das Kollektiv daran, langfristige Unterkunftsstrukturen zu schaffen, um die Notversorgung im Winter zu verbessern.
- Die Gruppe kritisiert die EU-Grenzpolitik und die Externalisierung der Grenzkontrollen nach Marokko als Ursache für die prekäre Lage.