Clean Beach Pirates: Segelboot Tiamat bekämpft Plastikmüll im Ionischen Meer
El Salto
- Die Initiative "Clean Beach Pirates" nutzt ein 16 Meter langes ehemaliges Regattaboot namens Tiamat, um Plastikmüll von Stränden der Ionischen Inseln zu sammeln.
- Das Projekt verbindet gemeinschaftliches Leben an Bord mit direktem Umweltschutz und setzt sich für einen nicht-elitären Zugang zum Segelsport ein.
- Freiwillige unterstützen das Team wöchentlich dabei, Strände von Flaschen, Verschlüssen und anderem Abfall zu befreien.
Ursprung und Entwicklung
- Das Projekt wurde ursprünglich 2019 von Nol Schade ins Leben gerufen, nachdem ihn die enorme Menge an Plastik an griechischen Stränden erschüttert hatte.
- Aufgrund der Pandemie musste das ursprüngliche Vorhaben pausieren; Nol Schade verkaufte sein Boot, blieb dem Projekt jedoch ideell verbunden.
- Im Herbst 2024 wurde die Initiative durch die Kapitänin Irene Canalís und die Anschaffung der Tiamat in Kastos erfolgreich neu gestartet.
Philosophie und Ziele
- Das Team versteht das Meer als gemeinschaftlichen, politischen und spirituellen Raum, dessen Schutz in der Verantwortung der Gesellschaft liegt.
- Die Organisation "Tiamat Creacció" fördert zudem trans-feministische und antirassistische Ansätze sowie eine dezentrale Struktur.
- Ziel ist es, ein globales Netzwerk von "Piraten" aufzubauen, die in verschiedenen Regionen ähnliche Aktivitäten durchführen.
Herausforderungen und Ausblick
- Die Projektmitglieder setzen auf einen generationenübergreifenden Ansatz, bei dem Menschen unterschiedlichen Alters gemeinsam an Bord leben und arbeiten.
- Laut Berichten des Europäischen Parlaments und der Ellen MacArthur Foundation könnte der Anteil von Plastik im Meer bis 2050 das Gewicht der Fische übersteigen, was die Dringlichkeit des Handelns unterstreicht.
- Die Finanzierung erfolgt über Spenden der Teilnehmer, die einen Beitrag zu Unterhaltskosten und Versicherungen leisten, sowie durch gemeinschaftliches Kochen und Arbeiten.